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MMA – Mixed Martial Arts simpel erklärt

Ist MMA (Mixed Martial Arts) eigentlich ein eigener Kampfstil oder nur ein Regelwerk? Was muss man können, um MMA zu kämpfen und wie sollte ein sinnvolles Training gestaltet werden? Wenn du Dir als Anfänger auch solche und ähnliche Fragen stellst bist du hier genau richtig. Dieser Artikel soll Dir einen Überblick darüber verschaffen auf was du in deinem eigenen Trainingsalltag bei Munich MMA achten solltest, um ein besserer Fighter zu werden.

Genau genommen war MMA erst einmal nur ein Regelwerk. Dieses wurde damals gestaltet, um Kampfsportler aus verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten zu lassen. Durch geringe Restriktionen im Regelwerk konnten Ringer, BJJ Kämpfer, Boxer, Karateka und andere ihre Fähigkeiten im Wettkampf testen um die ultimative Kampfsportart/-kunst zu ermitteln. Als die Popularität wuchs begann sogenanntes Cross-Training.

Athleten aus Stand basierten Stilen begannen auf einmal Grappling und Bodenkampf zu trainieren und umgekehrt. Mit der Zeit entstand dadurch ein eigener Stil, und während auch heute noch Spezialisten aus einzelnen Stilrichtungen nach dem Crossover Champion werden (z.b. Daniel Cormier (Ringen), Fabricio Werdum (BJJ), Israel Adesanya (K1), etc.) so gibt es mittlerweile immer mehr Athleten, die von Anfang an einen hybriden Kampfstil lernen und MMA direkt als eigenen Sport trainieren.

Was macht aber nun MMA an sich aus, was sind die Basics? Lernt man einfach verschiedene Stile, die sich ergänzen (z.b. Boxen, Ringen und BJJ) und hat einen „Blueprint“ um in die UFC zu kommen? Um diese Frage besser beantworten zu können müssen wir uns auf die Besonderheiten unseres Sports konzentrieren. Vor allem drei davon will ich hervorheben:

1. Die Vermischung von Striking und Grappling

In einigen Striking Varianten findet Grappling sogar bedingt in Form von Clinchen statt: Stile wie Muay Thai und Sanda haben nicht nur den Clinch im Stehen sondern auch Würfe im Repertoire, aber weder Beinangriffe wie im Ringen noch Hüftwürfe wie im Judo und erst recht keine Würge und Hebeltechniken wie im BJJ. Dasselbe gilt umgekehrt für die meisten Grapplingstile.

Folgende Bereiche also sind speziell und nur im MMA anzufinden und müssen deswegen einen wichtigen Platz im Trainingsalltag des Athleten einnehmen: Schläge als Vorbereitung für Takedowns, Schläge nach missglückten oder abgewehrten Takedownversuchen, Ground and Pound, „Dirty Boxing“ (Boxen in der Nahdistanz) und ein breiterer Stand, der es möglich macht zwischen beiden Welten hin und her zu schalten.

2. Die Kampfarena, das Octagon und der Maschendrahtzaun

Durch die besondere Form (Achteck) und den Zaun ergeben sich ein paar Besonderheiten, auf welche geachtet werden muss. Im Standkampf sind einfach Laufwege anders, wie man jemandem den Weg abschneidet verhält sich zwar ähnlich wie in einem viereckigen Boxring, jedoch ermöglichen die offenen Winkel des Achtecks doch mehr Optionen für seitliche, defensive Bewegungen. Außerdem kann der Cage benutzt werden, um Takedowns zu verteidigen, zu bekommen, jemanden dagegen zu pinnen und um wieder aufzustehen. „Cage cutting“ und „cage wrestling“ sind somit auch Einzelbereiche im MMA, die absolut sportspezifisch sind und gezielt in Angriff genommen werden müssen.

3. Die Kampf- und Trainingshandschuhe/Kleidung

Jeder Anfänger hier bei Munich MMA wird feststellen das unser Sport mit besonderen MMA-Handschuhen trainiert wird. Diese sind um die Faust geschlossen, jedoch auf den Handflächen geöffnet und der Daumen bleibt frei. Dadurch ist zwar eine Polsterung der Faust gegeben, trotzdem kann der Sportler immer noch greifen, um Grappling-Techniken durchzuführen. Im Vergleich zu regulären Boxhandschuhen verändert sich schon einiges: Die Kampfdistanz zum Beispiel verschiebt sich um mehrere Zentimeter. Einer der größten Unterschiede ist allerdings in der Defensive zu finden: Verteidigungen wie zum Beispiel die Doppeldeckung funktionieren nur bedingt, da die kleineren Handschuhe eher größere Lücken offenlassen, welche der Angreifer mit präzisen Attacken durchstoßen kann. Auch Grapplingtechniken müssen angepasst werden: Griffe mit Handschuhen sind manchmal schwerer zu bekommen und Würfe z.B. aus dem Judo müssen modifiziert werden da beim MMA in Shorts und ohne Jacke gekämpft wird.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass viele Techniken der einzelnen Kampfstile für unser MMA Training benutzt werden können. Jedoch müssen diese modifiziert werden, um weiterhin effektiv zu sein. Außerdem gibt es Bereiche die spezifisch nur im MMA stattfinden und deswegen gezielt trainiert werden sollten. Wichtige Beispiele sind Ringen an der Käfigwand, Ground and Pound und Dirty Boxing.

Wenn du diese Bereiche verbessern willst, dann komm einfach in unsere MMA-Einheiten bei Munich MMA. Falls du noch nicht bei uns warst, gehe doch einfach zu unserem Kontaktformular auf der Website und mach einen Termin für dein erstes kostenloses Probetraining aus.

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