Am Sonntagabend fand das historische UFC Event im Weißen Haus statt.
Ich schreibe das, weil es noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre. MMA — der Sport, der jahrelang als zu brutal, zu roh, zu gesellschaftlich fragwürdig galt — steht heute da, wo sonst Olympiasieger und Staatsmänner stehen. Die Athleten, die heute in den Käfig steigen, sind Profis im besten Sinne: körperlich außergewöhnlich, mental stark, mediengewandt, finanziell erfolgreich.
Aller Härte des MMA Profi Geschäfts zum Trotz, erkennen auch immer mehr Eltern die sportliche als auch die gesellschaftliche Qualität des MMA Sports. Immer häufiger kommen Eltern auf uns zu und fragen: Gibt es MMA Training auch für Kinder?
Die Antwort ist ja — aber der Weg dorthin sieht anders aus, als die meisten denken.
Kinder direkt ans MMA heranzuführen macht wenig Sinn. Was sie brauchen, ist das sportlich und soziale Fundament des Kampfsports. Und das, was bei einem solchen Fundament entsteht, ist wertvoller als die meisten ahnen — weit über den Sport hinaus.
Kampfsport macht Kinder stark. Nicht nur direkt durch die erlernten Techniken, sondern genauso wegen den sozialen und zwischenmenschlichen Lernerlebnissen, die das Training mit sich bringt. Realistische Selbsteinschätzung. Der Umgang mit Niederlagen. Respekt — für andere und für sich selbst. Echtes Selbstbewusstsein, das auf echten Erfahrungen basiert, nicht nur auf Lob oder garantierten Erfolgserlebnissen. Dazu die körperliche Auslastung, die Kindern heute oft fehlt.
Womit fängt man an? Meine klare Empfehlung ist eine ringerische Sportart. Ringerischer Zweikampf entwickelt ein Körpergefühl und eine räumliche Intelligenz, die man nirgendwo anders so aufbaut. Kinder lernen, mit einem anderen Menschen körperlich in Kontakt zu sein — mit Kontrolle, mit Technik, ohne Angst.
Meine persönliche Empfehlung ist Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ). Ringerischer Bodenkampf ohne Schläge und Tritte, bei dem Technik über Kraft gewinnt. Was mich daran für Kinder so überzeugt: Es ist vollständig real. Kein vorgetäuschter Kampf, keine Choreografie. Direktes ehrliches Feedback zu eigenen Leistung in jedem Training. Mehr zu Kinderkampfsporttraining (in München) findest du hier.
Für Eltern und Kinder, die sich wünschen wirklich gezielt Richtung MMA zu gehen, können noch einen Schritt weitergehen und parallel zu BJJ eine Striking-Sportart wie Kickboxen trainieren. So lernen die Kids die Grundbausteine aller Distanzen — egal ob MMA irgendwann das Ziel wird oder nicht.
Richtiges MMA empfehle ich frühestens ab dem Jugendalter. Erst wenn die Einzeldisziplinen sitzen, bzw. die jungen Sportler die geistige Reife mitbringen, macht die Kombination wirklich Sinn.
Bei Munich MMA haben wir diesen Weg vom ersten Tag an mitgedacht — vom spielerischen BJJ-Einstieg ab drei Jahren über das Jugendprogramm bis zum ernsthaften Training als Erwachsener. Ein ganz wesentlicher Teil unserer Vision ist es Kinder zum erwachsenen Schwarzgurt zu bringen. Im Team. Auf und neben der Matte.
Wenn Du dir also überlegst, ob Kampfsport das richtige für dein Kind sein könnte, dann lade ich Euch ganz herzlich ein dem Training in einer professionellen Kampfsportschule eine Chance zu geben. Ein Mensch, der im Kindesalter mit echtem Kampfsport beginnt, diesen fest in sein Leben integriert ist stark, selbstbewusst und sehr wahrscheinlich glücklich. Ob er nun im Weißen Haus kämpft oder auch nicht.
Bis hoffentlich bald auf der Matte.
Euer Ben
ben@munich-mma.de



